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Ladedauer nach kW: Wie schnell laden 50, 150 und 300 kW?

Ladezeiten von AC bis HPC im Vergleich – und warum die Ladekurve wichtiger ist als die Zahl an der Säule.

Aktualisiert am 26.10.2026

Elektroautos an weißen Schnellladesäulen mit violetten Akzenten
KI-generiertes Symbolbild, keine dokumentarische Standortaufnahme.

50, 150, 300 oder sogar 1.000 kW: Die Zahlen an Schnellladesäulen werden immer größer. Doch wie schnell lädt eine 150-kW-Ladestation wirklich, und wie lange dauert es an 300 kW? Entscheidend ist nicht nur die Säule, sondern vor allem dein Auto. Hier ist die Übersicht.

Die Ladeleistungs-Klassen

KlasseLeistungTypischer Einsatz
AC-Normalladen3,7 – 22 kWZuhause, Arbeitsplatz, Straßenrand
DC-Schnellladen50 – 149 kWSupermärkte, Innenstädte, ältere Autobahnstandorte
HPC (High Power Charging)ab 150 kW, meist 300 – 400 kWAutobahn, Ladeparks
Megawatt-Ladenbis 1.000 kW und mehrVor allem Lkw (MCS), erste Pkw-Pilotstandorte

Die schnellsten Ladepunkte in deiner Region findest du in unserer Übersicht der Schnellladestationen.

Wie lange dauert das Laden? (10 → 80 %)

Die folgenden Werte sind Richtwerte für ein Auto mit rund 77 kWh nutzbarer Batterie. Von 10 auf 80 Prozent sind etwa 54 kWh zu laden.

SäuleWenn das Auto mitspieltTypischer Mittelwert
50 kWca. 70 Minutenca. 45 kW → gut 70 Min.
150 kWca. 25 – 30 Minutenca. 110 kW → ca. 30 Min.
300 kWca. 18 – 25 Minutenabhängig von Ladekurve, oft 150 – 200 kW
400 kW und mehrab ca. 15 Minutennur wenige Modelle nutzen das aus

Warum der Mittelwert so viel kleiner ist als die Zahl auf der Säule: Jedes Auto hat eine Ladekurve. Die Spitzenleistung liegt nur kurz an, meist zwischen 10 und 50 Prozent. Ab etwa 80 Prozent sinkt sie stark, um die Batterie zu schonen. Deshalb lohnt es sich unterwegs, bei 80 Prozent abzustecken und lieber zweimal kurz zu laden – siehe Tipps für lange Strecken.

Was die Ladegeschwindigkeit bestimmt

  • Maximale DC-Ladeleistung des Autos – steht im Datenblatt, oft zwischen 50 und 270 kW.
  • Batteriespannung: 800-Volt-Autos erreichen hohe Leistungen mit weniger Strom. Mehr dazu in 800 Volt vs. 400 Volt.
  • Batterietemperatur: Kalt lädt langsam. Vorkonditionierung über das Navi hilft im Winter erheblich.
  • Ladestand: Je leerer, desto schneller.
  • Leistungsteilung: An manchen Säulen teilen sich zwei Ladepunkte die Leistung.

Braucht man 1.000 kW?

Megawatt-Lader sind vor allem für E-Lkw gedacht. Für Pkw wurden erste Systeme mit bis zu 1.000 kW vorgestellt, die Fahrzeuge dafür sind aber noch rar. Für die meisten Autos bringen Säulen über 300 kW heute keinen Vorteil – eine zuverlässige 150-kW-Säule ist oft genauso schnell.

Was kostet Schnellladen?

DC-Strom ist teurer als Laden zu Hause. Je nach Anbieter und Tarif zahlst du an HPC-Säulen deutlich mehr pro kWh als an AC-Säulen. Einen Überblick über Tarife gibt Ladestation Preise; mit welchem Bezahlweg du am günstigsten fährst, steht in Ladestation bezahlen.

Häufige Fragen

Wie schnell lädt eine 150-kW-Ladestation?

Mit einem Auto, das 150 kW aufnehmen kann, dauert 10 auf 80 Prozent meist 25 bis 30 Minuten. Kann das Auto nur 100 kW, gilt dessen Limit.

Wie lange dauert das Laden an einer 300-kW-Ladestation?

Mit einem schnellladefähigen 800-Volt-Auto oft 18 bis 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Langsamere Autos laden dort genauso wie an einer 150-kW-Säule.

Kann ich mein Auto an einer zu starken Säule beschädigen?

Nein. Auto und Säule handeln die Leistung aus. Die Säule liefert nie mehr, als das Auto anfordert.

Was ist eine HPC-Ladestation?

HPC steht für High Power Charging, also DC-Schnellladen ab etwa 150 kW. Meist mit CCS-Stecker.

Gibt es 50-kW-Ladestationen für zu Hause?

Technisch ja, aber DC-Wallboxen sind teuer und brauchen einen starken Hausanschluss. Für private Haushalte sind 11 kW AC in der Regel völlig ausreichend.

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