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Wallbox 11 oder 22 kW? Unterschied, Absicherung & Ladedauer

Warum 11 kW meist reicht, welche Zuleitung du brauchst und wie lange 22 kW wirklich dauern.

Aktualisiert am 26.10.2026

Dunkles Elektroauto an einer blau-weißen Schnellladesäule
KI-generiertes Symbolbild, keine dokumentarische Standortaufnahme.

Die häufigste Frage beim Wallbox-Kauf: Ladestation mit 11 oder 22 kW? Die kurze Antwort: Für die meisten reicht 11 kW. Warum das so ist, welche Absicherung und Zuleitung du brauchst und wie lange eine 22-kW-Ladestation im Vergleich lädt, erklären wir hier.

Der Engpass sitzt im Auto

Beim Wechselstrom-Laden (AC) wandelt das Ladegerät im Fahrzeug den Strom um. Viele E-Autos haben ein 11-kW-Ladegerät an Bord, manche sogar nur 7,4 kW (einphasig). An einer 22-kW-Wallbox laden sie trotzdem nur mit ihrer eigenen Höchstleistung. 22 kW AC beherrschen nur einzelne Modelle oder Sonderausstattungen. Schau also zuerst ins Datenblatt deines Autos. Den Unterschied zwischen AC und DC erklärt AC vs. DC Laden.

Ladedauer im Vergleich

Faustformel: Ladedauer in Stunden ≈ zu ladende kWh ÷ Ladeleistung in kW, plus etwa 10 Prozent für Verluste.

LadeleistungTechnik40 kWh nachladen (z. B. 20 → 80 %)
2,3 kWSchuko-Steckdose, 10 Aca. 19 Stunden
3,7 kWeinphasig, 16 Aca. 12 Stunden
7,4 kWeinphasig, 32 Aca. 6 Stunden
11 kWdreiphasig, 16 Aca. 4 Stunden
22 kWdreiphasig, 32 Aca. 2 Stunden (nur mit 22-kW-Bordlader)

Weil das Auto zu Hause meist über Nacht steht, sind auch vier Stunden kein Problem. 22 kW lohnen sich vor allem dort, wo viele Autos kurz hintereinander laden – etwa im Betrieb. Für schnelleres Laden unterwegs sind DC-Lader mit 50 bis 400 kW gedacht – mehr in Ladedauer nach kW.

Absicherung und Zuleitung

11 kW22 kW
Strom pro Phase16 A32 A
Leitungsschutz (typisch)B16 bzw. C16, dreipoligB32 bzw. C32, dreipolig
Zuleitung (Richtwert, kurze Strecke)5 × 2,5 mm² bis 5 × 4 mm²5 × 6 mm² bis 5 × 10 mm²
NetzbetreiberAnmeldungAnmeldung + Genehmigung

Die Werte sind Richtwerte. Den Querschnitt legt der Elektriker anhand von Leitungslänge, Verlegeart und Spannungsfall fest. Bei langen Wegen kann auch eine 11-kW-Wallbox 6 mm² brauchen.

Die 22-kW-Wallbox als Reserve

Ein häufiger Kompromiss: Man installiert eine 22-kW-Wallbox, begrenzt sie aber auf 11 kW. Dann reicht die Anmeldung und das Gerät ist für ein späteres Auto vorbereitet. Wichtig ist dann, dass die Zuleitung bereits für 32 A ausgelegt ist – nachträglich neu zu verlegen ist teuer.

Und wer genehmigt das?

In Deutschland meldet der Elektriker die Wallbox beim Netzbetreiber an. Für Geräte über 12 kVA muss der Netzbetreiber zustimmen. Zusätzlich gilt § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf die Leistung im Notfall auf 4,2 kW begrenzen, dafür sinken die Netzentgelte. Alles zur Anmeldung und zu den Kosten steht im Ratgeber Ladestation für Zuhause.

Häufige Fragen

Ist eine 22-kW-Wallbox doppelt so schnell?

Nur, wenn dein Auto 22 kW AC laden kann. Die meisten E-Autos laden an AC höchstens mit 11 kW.

Wie lange dauert das Laden an einer 22-kW-Ladestation?

Bei einem Auto mit 22-kW-Bordlader etwa 2 Stunden für 40 kWh. Mit 11-kW-Bordlader dauert es auch an der 22-kW-Säule etwa 4 Stunden.

Welche Absicherung braucht eine 22-kW-Wallbox?

In der Regel einen dreipoligen 32-A-Leitungsschutzschalter und eine passende Zuleitung, meist ab 6 mm². Dazu Fehlerstromschutz nach Herstellerangabe.

Was bedeutet „Ladestation 16 Ampere“?

16 A pro Phase. Dreiphasig ergibt das 11 kW, einphasig 3,7 kW.

Lohnt sich eine 11-kW-Ladestation in der Nähe öffentlicher Parkplätze?

Öffentliche AC-Säulen haben meist 11 oder 22 kW und eignen sich, wenn das Auto ohnehin mehrere Stunden steht. Unsere Suche zeigt die Leistung jeder Station.

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